Von Innen sieht ein Hamsterrad auch aus wie eine Karriereleiter!!!

Der Weg ins Hamsterrad. Wie alles begann.

Bei mir war es eigentlich höhere Gewalt. Nein, zum Glück noch kein burn-out, sondern die Dringlichkeit kompromisslos mein Berufsleben zu ändern. Die Pflege der eigenen Eltern meldete sich an und kam mit Riesen-Schritten auf mich zu. Eine tägliche Rundum-Betreuung wurde sehr schnell unabdingbar. Was ein Schock! Bisher ging es bei mir beruflich immer voran. Viele Dienstreisen an wunderschöne Orte dieser Welt. Interessante Tätigkeiten. Die letzten 16 Jahre als Marketing Executive. An die Eltern dachte ich dabei nicht wirklich viel, die waren halt einfach immer da. Der Beruf stand mehr oder weniger immer an erster Stelle (jetzt mal von meinem Partner abgesehen).
Auf einen Schlag änderte sich das Verhältnis zu meinen Eltern von der „Beschützten“ zur „Beschützerin“. Wie sollte ich Job und Eltern da nur unter einen Hut bekommen?

Im Job wurde alles immer schneller, aber nicht unbedingt besser. Willkommen im Hamsterrad.
Die Aufgaben wurden immer operativer und ich machte immer mehr Dinge, die ich ehrlicherweise eigentlich so gar nicht machen wollte. Alles wurde zu einem immer schneller werdenden Abarbeiten von immer mehr werdenden Projekten. Wenig Zeit zum Nachdenken. Kreativität am Fließband. Das bewusste Hamsterrad: ich war mittendrin! Da aber alles so schnell war, hatte ich auch keine Zeit für andere Dinge. Auch nicht zum Nachdenken, ob ich eigentlich bis zur Rente so weiter arbeiten wollte…

Dreimal Nein!

Die jetzt plötzlich konfrontierende Endlichkeit der Eltern brachte mich zum Innehalten.

1) Wollte ich tatsächlich stolz auf die x-te tolle Werbekampagne oder Broschüre sein und dabei meine eigenen Eltern „ganz hinten auf die Prio-Liste setzen“? Die Antwort war kristallklar: Nein!
2) Wollte ich bis zur Rente Marketingdirektorin oder Marketingleiterin sein und nur noch für die Arbeit leben und vor lauter Stress keinen Kontakt mehr zur Familie und Freunden haben? Nein!
3) Wollte ich vor lauter operativen Geschäft, die ganze digitale Entwicklung verpassen und in rasender Geschwindigkeit zum Marketing-Dinosaurier werden? Nein.

Und was jetzt?
 Wie kam ich aus dem Hamsterrad nun wieder raus?  Nur wen fragen und was machen? Vor 3 Jahren stolperte ich sozusagen über Coaching. Jeder sprach davon, keiner wusste so genau was es eigentlich ist….Ich wurde immer neugieriger.
Mir gefiel die Idee mich im Rahmen eines Coachings strukturiert und geführt nur mit mir selber zu beschäftigen und eventuell herauszufinden, was ich eigentlich sonst noch so kann oder möchte im Leben. Alleine nahm ich mir nicht die Muße zum Nachdenken und so spontan fiel mir auch nicht ein, was ich denn sonst noch machen könnte, wobei ich auch gleichzeitig ausreichend Zeit für die Elternpflege hätte.

Die Coaching-Idee begeisterte mich immer mehr. Ich meldete mich sogar zu einer Coach-Ausbildung an. Und siehe da: dadurch, dass ich dies wirklich wollte, schaffte ich es sogar mir Zeit frei zu schaufeln, „opferte“ sogar gerne meinen Urlaub, um diese berufsbegleitende Ausbildung zu machen. Es war kein „Zucker-schlecken“, sondern harte Arbeit, die aber Spaß machte und mich voranbrachte.

Kündigen kann frei machen.
 Vor einem Jahr entschied ich mich meine feste Stelle zu kündigen und mich ganz dem Business-Coaching und dem freiberuflichen Marketing Consulting zu widmen. Eine Entscheidung, die logischerweise nicht über Nacht kam, aber der Wunsch danach wurde immer stärker. Bis heute habe ich es nicht bereut. Im Gegenteil! Ich habe das Gefühl, dass ich wieder ganz offen bin für neue Dinge – sei es Fachliches wie das nie endende Thema online-Marketing – oder eben ganz neue Bereiche. Endlich mehr Zeit für andere – Eltern, Freunde, Bekannte. So habe ich meine persönliche work-life-balance gefunden. Darüber hinaus gebe ich heute als Hochschuldozentin mein Marketingwissen an Studenten weiter und als Business-Coach begleite ich Berufsanfänger bis Manager auf ihrem Berufsweg in ihren persönlichen Situationen, Problemen und Zielsetzungen.
Schon Wahnsinn zu erleben wie vielen Menschen es ähnlich geht wie mir vor 3 Jahren. Total motivierend ist die Dankbarkeit, derjenigen, die mir das Vertrauen für ein Coaching entgegenbringen und denen ich wirklich helfen konnte. Und das Schöne daran: für die Elternpflege habe ich auch noch ausreichend Zeit.

Ich habe mein Hamsterrad mit Erfolg abgegeben. Tun Sie es doch auch und geben Sie Ihres bei mir ab!

Melden Sie sich einfach, wenn Sie Fragen zu Coaching oder auch Marketing-Projekten haben. Ich freue mich immer zu helfen.